2,3,4: Zweimal drei Punkte am vierten Spieltag

DSC-Damen-2 jubeln über den ersten Sieg nach dem Wiederaufstieg
DSC-Damen-2 jubeln über den ersten Sieg nach dem Wiederaufstieg

Zufrieden zog der Abteilungsleiter und Berichterstatter am Sonntagabend dieses Fazit mit einem kleinen Nummernspiel -  und mit dem Untertitel "3:1 ist doch viel süßer als 1:3". 

Denn so, wie die beiden DSC-Teams eine Woche zuvor im Gleichschritt jeweils nur einen Satz gewonnen hatten, so gaben sie dieses Mal beide nur jeweils einen Satz ab:

  • Damen-1   vs.  ART Düsseldorf                   3:1 (25:13; 23:15; 25:17; 25:23)
  • Damen-2   bei TSV Bayer Dormagen II   3:1 (25:20; 25:21; 18:25; 25:22). 

Am ersten November-Wochenende, 1./2. 11. 2025, müssen beide Teams reisen:

  • Samstag, 18:00 Uhr  Damen-1  bei SG Werth / TuB Bocholt (Isselburg)
  • Sonntag,  ca. 15:00 Uhr  Damen-2  vs. SG Langenfeld II (Solingen). 


So sehen Sieger aus: Damen-1 nach 3:1-Erfolg im Stadt-Derby gegen den ART - nur das Maskottchen ist erschöpft
So sehen Sieger aus: Damen-1 nach 3:1-Erfolg im Stadt-Derby gegen den ART - nur das Maskottchen ist erschöpft

Damen-1: Zurück in der Erfolgsspur 

 

Vor drei Wochen, beim ersten Saisonheimspiel, war Trainer Waldemar Uherek begeistert. Diesmal, nach dem nächsten Heimerfolg, jubelte Daniel Grimm mit seiner Mannschaft. Er hat erst im Sommer die Nachfolge von Stefan Hugenbruch im zweiköpfigen Trainerteam der Damen-1 angetreten. 

 

Der erste Satz startete mit einem frühen 3-Punkte-Vorsprung der Gäste (1:4 und später 4:7), doch dann holten die Gastgeberinnen auf, zogen vorbei (8:7) und setzten sich nach ausgeglichenem Mittelteil immer weiter ab. Eine tolle Aufschlagserie von Zuspielerin Susanne Hahn mit sieben Punkten in Serie führte schließlich nach nur 18 Minuten zu einem klaren 25:13-Satzerfolg des DSC 99.

 

Aber anders als drei Wochen zuvor die SG Voerde/Osterfeld an gleicher Stelle gab sich der ART nach diesem deutlichen Satzverlust noch keineswegs geschlagen, sondern startete sehr konzentriert in Satz Nummer 2. Coach Daniel musste deshalb bereits frühzeitig bei 4:8 eine erste Auszeit nehmen. Die zeigte zunächst auch Wirkung: mehrere Fehler beim ART (Netzangabe, Angriffsschlag ins Aus), mehr Wachsamkeit, Wucht und Cleverness beim DSC - bald hieß es 11:8. Doch dann punkteten wieder die Gäste (12:14) und es ging mit wechselnden Führungen weiter bis zum 21:21. Noch ein direkter Angabepunkt von Susanne - 22:21 - Auszeit ART. Dann aber geriet im nächsten Ballwechsel die Annahme bei den Hausherrinnen viel zu nah ans Netz, es folgte ein Ass vom ART - 22:23 - zweite Auszeit DSC. Doch die half nichts mehr: der ART verwandelte nach 29 aufregenden Minuten seinen zweiten Satzball zum 23:25.

 

Im dritten Satz dominierten wieder ganz klar die Gastgeberinnen - 9:0 und 18:9 lauteten die Zwischenstände. Dann fogte eine kurze Schwächephase mit Unkonzentriertheiten und Fehlern bei den Damen-1 und wieder stärker werdenden Gästen (nur noch 20:17). Doch wie in Satz 1 legte unser Team einen kraftvollen Schlussspurt hin, diesmal mit Mittelangreiferin Carolin Angendohr an der Aufgabe: nach 24 Minuten ging der Satz mit 25:17 an den DSC.

 

Der vierte Satz dauerte wieder eine knappe halbe Stunde und lieferte noch einmal viele spannende Ballwechsel auf hohem Niveau. Ausgeglichener Beginn (4:4), Vorteil DSC (8:4 - Auszeit ART), Ausgleich (8:8 - Auszeit DSC) und Führung ART (10:12); weiter hin und her mit wechselnden Führungen von einem oder zwei Punkten. Zum 17:19 notiere ich: "D verschenkt, A verwandelt". Dann folgt noch ein Hinterfeldangriff, der etwas zu weit gerät - 17:20, zweite Auszeit DSC. Kann der ART etwa doch noch den Tie-Break erzwingen? Die sechzig bis siebzig Fans, mit etwa gleich starken Anteilen aus beiden Lagern, werden immer lauter. Ein listiger Lob von Außenangreiferin Yesra Hüls, dann ein erfolgreicher Doppelblock - nur noch 19:20. Jetzt legt die ART-Angreiferin geschickt den Ball ins DSC-Feld - 19:21. Mini-Ralley, Block ART, Decke - 20:21! Spielführerin Alina Rieckmann geht an die Aufgabe und schafft ein Ass - Ausgleich zum 21:21 - zweite Auszeit ART. Alina lässt sich dadurch aber nicht verunsichern: noch ein Ass - wieder Führung DSC. Beim nächsten Ballwechsel leider zuviel Hektik und am Ende auch etwas Pech auf Seiten der Gastgeberinnen - erneuter Ausgleich zum 22:22. Ein unerwarterteter, kraftvoller Angriffsschlag (zudem mit links) von Zuspielerin Sina Wilken und ein "Not-Lob" von Diagonalangreiferin Franziska Linker bringen dann zwei Matchbälle (24:22). Eigentlich ist der erste schon erfolgreich, doch der ansonsten sehr aufmerksame 1. Schieri übersieht den deutlichen Touche des ART-Blocks direkt vor ihm. (Da sind sich zumindest alle DSC-Fans um den Berichterstatter herum einig ...). Aber den zweiten Matchball verwandelt dann in der vierten oder fünften Angriffswelle die groß gewachsene Mittelangreiferin Lea Deuß mit einem schnell und hart vorgetragenen Schmetterball zum 25:23.

 

Mit diesem 3:1-Erfolg im Stadt-Derby behaupten die Damen-1 des DSC 99 den Rang des "besten Düsseldorfer Frauen-Teams nach den beiden Bundesliga-Mannschaften". Mit nun 9 Punkten und 10:4 Sätzen bleiben sie weiter auf Platz 3 und rücken wieder näher an das Spitzenduo heran. Vor den Partien am Ende der Hinrunde gegen den Rumelner TV (Platz 1 mit 11 Punkten) am Sonntag, 30. November, und bei der SG Bedburg-Hau (Platz 2 mit 10 Punkten) am ersten Adventssonntag, 7. Dezember, steht zunächst am kommender Wochenende der fünfte Spieltag auf dem Programm. Dann müssen die Damen-1 am Samstagabend, 1. November, bei der SG Werth / TuB Bocholt antreten (Anpfiff 18:00 Uhr in der Stadthalle Werth, Pendeweg 28, Isselburg) und werden alles daran setzten, den Tabellenfünften (8 Punkte) auf Distanz zu halten.

 

Damen-2: Erster Spielgewinn nach dem Wiederaufstieg

 

Auf dem Papier waren die Vorzeichen nicht sehr günstig: die Damen-2 des DSC 99 hatten ihre ersten drei Spiele nach dem Wiederaufstieg allesamt verloren und mussten am Samstagnachmittag beim Landesliga-Tabellenführer TSV Bayer Dormagen II antreten, der seine drei bisherigen drei Spiele gewonnen hatte.  Aber die Truppe um Trainer Jürgen Könnecke ging mit großem Kader und voller Selbstbewusstsein in die Partie und dominierte den ersten Satz von Beginn an (erst 4:0, dann 7:1). Im weiteren Verlauf wuchs der Vorsprung sogar auf zehn Punkte an (20:10). Erst danach ließen Konzentration und Angriffswucht etwas nach und die Gastgeberinnen konnten zunächst auf 22:15 und dann sogar auf 23:20 verkürzen. Ein erfolgreicher Doppelblock und ein Kracher aus dem Hinterfeld brachten schließlich nach nur 18 Spielminuten den verdienten 25:20-Satzerfolg für unser Team.

 

Der zweite Satz dauerte dagegen fast eine halbe Stunde - und er verlief ziemlich wild. Zuerst 3:0- resp. 7:3-Führung DSC, dann 8 Punkte in Folge für das Heimteam (7:11). Der Rückstand wuchs sogar noch an auf 12:20, aber danach drehte unser Team richtig auf: erst holte es 4 Punkte zum 16:20, dann sogar 9 Punkte in Serie zum erneuten Satzgewinn (25:21) für den DSC . Immer wieder gab es tolle, lange Ballwechsel mit mutigen Angriffsaktionen und aufopferungsvoller Abwehrarbeit auf beiden Seiten. Beim 17:21 - nach vorangegangenen zweiten Auszeiten ART bei 16:20 und DSC bei 16:21 - habe ich mir notiert "bester Ballwechsel bisher!". Im nachhinein war der dann auch der Beginn der 9-Punkte-Serie am Satzende.

 

Durchmarsch oder "Dritter-Satz-Syndrom" (= Spannungsabfall nach 2:0-Satzführung)? Im ersten Drittel von Satz 3 blieb diese Frage noch unbeantwortet: bis zum 7:7 gabe es wechselnde, knappe Führungen. Doch ab dem 8:9 zogen die Hausherrinen immer weiter davon (8:14; später 10:20). Auch mit insgesamt 6 Wechsel und 2 Auszeiten konnte der stets kühlen Kopf bewahrende DSC-Coach nicht verhindern, dass dieser Satz nach 26 Minuten mit 18:25 an die junge Reserve des TSV Dormagen ging.

 

Diese Ruhe und Übersicht war auch im vierten Satz nötig. Wieder ging es hin und her, allerdings mit kleineren Ausschlägen als in im zweiten Satz. Führung Heimteam (0:2; später 5:9 - erste Auszeit DSC), Aufholjagd DSC über 8:9 - Auszeit Dormagen - zur ersten DSC-Führung in diesem Satz (11:10). Dann ziehen die Gastgeberinnen wieder vorbei (11:13), aber die Gäste können fünfmal ausgleichen (18:18 - zweite Auszeit Dormagen). DSC-Trainer Jürgen Könnecke wartet noch mit seiner letzten Auszeit, zieht nur beim 16:18-Zwischenstand die etablierte Karte eines Doppelwechsels: Zuspielerin Caroline Splettstößer "vorne" raus gegen Diagonalangreiferin Julie Sheng, "hinten" kommt umgekehrt Zuspielerin Dine Kalter für Angreiferin Alina Müscher. Ein erfolgreicher Schachzug: der DSC holt fünf Punkte in Folge bis zum 21:18. Celine Somsen steuert zwei"einhalb" Aufschlag-Asse zu dieser Serie bei. Leider gerät der nächste Aufschlag etwas zu lang - nur noch 21:19. Sofort zieht Jürgen seine zweite Auszeit - und danach geht der Dormagener Angriff am Ende einer Mini-Ralley ins Aus - 22:19. Leider verschlägt Julie jetzt ihre Aufgabe,  außerdem enden zwei Hammer-Angriffe zugunsten des Heimteams: Julia Heisings Schmetterschlag gerät einen Tick zu lang, die starke Nummer 11 auf Dormagener Seite trifft dagegen voll ins Feld - 22:22 - wieder Ausgleich.

Finale: Kampf am Netz, Doro Loheide-Niesmann in der Mitte passt auf - 23:22. Ein halbes Ass von Julia Heising plus kluger Lob von Doro - 24:22 - zwei Matchbälle. Ein Ass von Julia genau auf die Grundlinie beendet schließlich nach 27 Minuten Satz und Spiel (25:22). Riesenjubel - und das erste Mannschaftsfoto in dieser Saison mit Anzeigetafel: vor lauter Freude klappt dabei eine Nummerntafel um ...

 

Mit diesem 3-Punkte-Erfolg verlassen die Damen-2 zum ersten Mal die Abstiegsplätze, mit 4 Punkten liegen sie jetzt auf Platz 6 (von 8). Aber Achtung: Am nächsten Samstag wartet wieder ein Tabellenführer auf unser Team: das ist jetzt die Reserve der SG Langenfeld (4 Siege und 11 Punkte aus den bisherigen 4 Spielen). Parallel spielen 7. und 8. der Tabelle gegeneinander. Um sicher zu sein, auch nach dem fünften Spieltag weiterhin vor den Abstiegsplätzen zu liegen, sollten die Damen-2 also am besten eine weitere Überraschung landen ...